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Auf einer Grundstücksfläche von 16 000 Quadratmetern entsteht im Industriegebiet „Tiefenreute“ in Singen ein Produktionsbetrieb der Firma Pawi Packaging. Das Tochter-Unternehmen der Schweizer Pawi Verpackungen in Winterthur hat sich auf bedruckte Faltschachteln aus Vollkarton für die Lebensmittelindustrie spezialisiert.

Am 8. April war Richtfest für das neue Faltschachtelwerk, das bereits Anfang 2016 in Betrieb gehen soll. Dann werden auf 7000 Quadratmetern Fläche rund 50 Mitarbeiter in Administration, Vertrieb, Produktion und Lager die Arbeit aufnehmen.

Auch die Firma Alpha Impress, die für die Druckvorstufe und Datenaufbereitung zuständig ist, wird mit ihren zehn Mitarbeitern von Rielasingen ins neue Werk umziehen. „Wir streben am neuen Standort ein überdurchschnittliches Wachstum an, so dass wir in einigen Jahren über eine weitere Expansion der Produktionsflä- che nachdenken können“, erklärt Ralf Kautzmann, Geschäftsführer der Pawi Packaging.

Kautzmann zeigt sich zufrieden, dass der Bau gut im Zeitplan liegt: „Dank der umsichtigen Planung der Firma IGB aus Weimar, einem für den Bau von Druckereien spezialisierten Unternehmen, konnte nicht nur das Richtfest planmäßig durchgeführt werden. Wir liegen auch sonst gut im Plan.“

Bereits im August werden die neuen Maschinen geliefert. Das neue Werk wird mit modernster Technologie ausgestattet und nach den neuesten Erkenntnissen für eine schlanke Faltschachtelproduktion (Lean Production) erstellt. Dafür wird auch in neue Offsetdruck-, Stanz- und Klebemaschinen investiert und so der gesamte Maschinenpark erneuert.

Gerade weil die Verpackungen von Pawi in direkten Kontakt mit Lebensmitteln kommen, stellen Kunden wie Hügli oder Dr. Oetker hohe Ansprüche bezüglich der Produktionsabläufe und der Hygiene. So ist das neue Werk nach Fertigstellung zum Beispiel mit Hygieneschleusen ausgerüstet, die die Produktion von der Administration und dem Hochregallager trennen. Der hohe Produktionsstandard wird ständig nach genormten Regeln kontrolliert. „Dort, wo es möglich war, haben wir beim Bau das lokale Gewerbe beauftragt“, so Kautzmann. „Zudem streben wir eine klimaneutrale Produktion an. Emissionen sollen gering gehalten werden“. Diesem Anspruch entspricht auch die geplante Photovoltaikanlage, die auf 4500 Quadratmetern Dachflä- che rund 40 Prozent des Energiebedarfs abdecken soll.

„Es wäre schön, wenn der Klimaschutz auch schon bei der Anfahrt der Mitarbeiter zur Arbeit beginnen könnte“, formuliert Kautzmann ein weiteres Ziel und hofft, dass das Gewerbegebiet Tiefenreute schon bald besser an die Seehas-Haltestelle Industriegebiet angebunden wird.

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  • Modified 05 Jun 2017
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